Die Kategorie Obst/Gemüse/Kartoffeln Frischware wächst im Juli 2025 gegenüber Vorjahresmonat um knapp vier Prozent im Absatz und gleichermaßen im Umsatz, womit die Ausgabenentwicklung etwa im Schnitt des FMCG-Gesamtmarkts im Juli liegt, so der YouGov Consumer Index.

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Image: Alexander Raths/AdobeStock

Die insgesamt scheinbar flache Preisniveau-Entwicklung ist hierbei lediglich das Resultat sich ausgleichender gegenläufiger Entwicklungen der Subsegmente.

Wie bereits im Vormonat, unterscheide sich dabei die Mengenentwicklung von frischem Obst (+3 %) und frischem Gemüse (+2 %) kaum. Allerdings müssen Verbraucher weiterhin steigende Kilopreise für Obst zahlen (+6 %), während Gemüse leicht im Preisniveau sinkt (-2 %).

Noch stärker unterscheidet sich der Trend bei Kartoffeln Frischware: Während die bezahlten Preise gegenüber dem Vorjahresmonat um ein Fünftel sinken, wird die Nachfrage deutlich angeregt (+8 %).

Zu den saisonalen Schwerpunkten und Treibern im Obstsegment zählt im Juli normalerweise das Steinobst. Die geringen Erntemengen bei Pfirsichen, Aprikosen und Kirschen trüben in diesem Jahr jedoch weiterhin die Saison und führen zu zweistelligen Absatzeinbußen (Steinobst gesamt: -13 % Menge). Nektarinen können sich mit minus vier Prozent Absatzrückgang im Vergleich dazu noch recht stabil halten. Alternativen stehen den Verbrauchern zahlreich zur Verfügung. So steigt die Menge an Melonen etwa um zwölf Prozent, und auch Exoten können im Juli den Absatz massiv ausbauen (+30 %). Bei letzteren wird die Entwicklung insbesondere von Avocados getrieben, die wieder zu einem deutlich günstigeren Preis zu haben sind als im Vorjahr.

Bei frischem Gemüse zeigen sich Ausschläge in der Entwicklung im Juli 2025 insbesondere bei Kohlgemüse (+17 % Menge). Um ein Fünftel niedrigere Kilopreise bei Blumenkohl und Kohlrabi gehen hier mit den zweistelligen Absatzgewinnen einher. Bei Fruchtgemüse zeigen sich wiederum gegensätzliche Entwicklungen: Paprika wächst um fünf Prozent in der Menge, während die Kilopreise zurück auf das Niveau von Juli 2023 fallen. Bei Gurken ist die Entwicklung konträr: Bei wieder steigenden Kilopreisen sinkt die Nachfrage um vier Prozent.