Ecovalia, spanischer Dachverband für Bioproduktion, hat seinen “Jahresbericht 2024: Bio-Konsum und -Produktion” mit den neuesten statistischen Daten des Sektors vorgestellt, indem die 3 Mrd Euro hervorstechen, die Spanien 2023 im Bio-Sektor erreicht hat. Er zeigt auch ein Jahr mehr, dass der Aufwärtstrend bei Produktion und Konsum von Bio-Produkten weiter anhält.

Mandeln

Mandeln

Image: Schmidt/Agronoticias

29 % der Nüsse und Trockenfrüchte in Spanien sind Bio.

2023 war mit einem Umsatz von 3 Mrd Euro ein erfolgreiches Jahr für den spanischen Bio-Sektor. Den größten spanischen Konsum von Bio-Produkten gibt es in den Autonomien (Länder) Andalusien und Katalonien. Weltweit stehen umsatzmäßig die USA mit 58,566 Mrd Euro an erster Stelle, gefolgt von Deutschland mit 15,310 Mrd Euro. Die europäischen Länder sind bei den Pro-Kopf-Ausgaben international führend, wobei die Schweiz an erster Stelle steht (437 Euro), gefolgt von Dänemark (365 Euro) und Österreich (274 Euro). In Spanien sind es 64 Euro.

Im Bio-Warenkorb liegt der Durchschnittspreis für tierische Produkte bei 7,82 Euro und für pflanzliche Produkte bei 2,60 Euro. Bio-Lebensmittel sind gegenüber der Inflation stabiler als konventionelle Lebensmittel, denn der Preis für konventionelle Lebensmittel ist mit 23 % stärker gestiegen als der für Bio-Lebensmittel.

Interessant ist, dass die Spanier beim Kauf von Bio-Produkten die großen LEH-Ketten bevorzugen (50 %) verglichen mit Fachgeschäften (34 %) und anderen Kanälen (16 %).

Die spanische Anbaufläche für die Bio-Produktion ist mit aktuell 2.675.331 ha in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 60 % gestiegen. Die ökologisch bewirtschaftete landwirtschaftliche Nutzfläche erreicht in Spanien 11 %. Davon befinden sich 50 % in Andalusien, 16 % in Castilla-La Mancha und 9 % in Katalonien. In ganz Europa beträgt sie 18.450.355 ha. Das entspricht 19 % der Gesamtfläche. Davor liegt nur Ozeanien mit 55 %.

In Bezug auf die Kulturen entfallen 29 % der spanischen Nuss- und Mandelproduktion auf Bio (290.086 ha), 16 % auf Weinanbau und 10 % auf Olivenhaine (262.379 ha). Bei Getreide sind es 242.721 ha.

Die industriellen Aktivitäten haben in Spanien in den vergangenen fünf Jahren um 23 % zugenommen. Von den 10.959 Unternehmen arbeiten 85 % in der Pflanzenproduktion und 15 % in der Tierproduktion.

Álvaro Barrera, Präsident von Ecovalia, erklärte: “Der spanische Bio-Sektor ist trotz der schwierigen Zeiten weiter auf Wachstumskurs. Die Konsumförderung ist der Schlüssel zur weiteren Entwicklung der Bio-Produktion. Wir müssen daran arbeiten, den Pro-Kopf-Verbrauch der Spanier zu erhöhen und dass die Verbraucher das Bio-Siegel, das grüne Blatt, als Paradigma für die Nachhaltigkeit von Lebensmitteln erkennen, das durch ein offizielles System gestützt wird.” Ecovalia/d.s.