Himbeeren_01.JPG

Anhaltender Boom bei Beerenobst: Mit einer Flächenvergrößerung auf 8.900 ha verzeichnen vor allem Strauchbeeren, an der Spitze Heidelbeeren, ein deutliches Wachstum in Deutschland. In den vergangenen sechs Jahren gab es hier ein Plus von 2.000 ha, wie die AMI berichtet.

Der Großteil des Flächenwachstums geht jedes Jahr auf die kleinen blauen Kugeln zurück, die ihren Vorsprung zu anderen Beeren damit deutlich ausbauen. Verloren haben auch 2017 dagegen Schwarze Johannisbeeren, die von der Fläche her zweitwichtigste Kultur im deutschen Anbau sind, allerdings hauptsächlich in die Verarbeitung gehen und damit aus der Trendbewegung herausfallen.
Auf Platz drei folgen Himbeeren, hier konnte vor allem die geschützte Produktion in Hochtunneln bzw. Gewächshäusern wieder Flächen hinzugewinnen. Dabei geht es in erster Linie darum, die empfindlichen Himbeeren vor Regen zu schützen und nicht um Ernteverfrühung. Im frühen Bereich sind die Importe zu stark am Markt. Besonders in Spanien und Portugal wurde der Anbau forciert.
Auch bei Erdbeeren geht der Trend in Richtung geschützte Produktion. Der geschützte Anbau von Beerenobst in Deutschland wird Thema einer Break-Out Session auf dem Deutschen Obst und Gemüsekongress (DOGK) in Düsseldorf sein. Ein nochmaliger Anstieg der Verbraucherausgaben für frisches Beerenobst um 13 % in den ersten vier Monaten des Jahres 2018 unterstreicht die Dynamik in diesem Sektor, so die AMI weiter.
Im Plenum wird es u.a. um das Onlinegeschäft mit frischem Obst und Gemüse gehen. Wird diese letzte Bastion des stationären Handels nun auch fallen? Nach AMI Auswertungen des GfK-Frischpanels ist davon noch wenig zu spüren, aber das kann sich schnell ändern.