Kiwi-Erzeuger und -Exporteure aus der ganzen Welt kamen zum 42. Kongress der International Kiwifruit Organization (IKO) in Chile zusammen und lieferten eine detaillierte Analyse der Situation auf ihren jeweiligen Märkten.

Carlos Cruzat, Präsident des chilenischen Kiwi-Komitees, der die Veranstaltung ausrichtete, sagte laut eurofruit, es sei eine Gelegenheit, besser zu verstehen, wohin sich die Branche entwickelt und wie man die Zusammenarbeit zwischen den teilnehmenden Ländern stärken kann.

“Es herrschte Einigkeit und Besorgnis darüber, dass der Klimawandel eine Herausforderung für die Kiwiproduktion auf der ganzen Welt darstellt. Hinzu kommen der Mangel an Arbeitskräften und die hohen Produktionskosten, vor allem in Europa, wo die Auswirkungen des Krieges zwischen der Ukraine und Russland am stärksten zu spüren sind, sowie die Inflation, die sich auf den Kiwiverbrauch auswirkt und die Erträge der Erzeuger schmälert”, sagte er. Marie-Jose Sanz aus Frankreich ergänzte: “Der Zyklus der Kiwiproduktion hat sich geändert, und dadurch haben wir zu bestimmten Zeiten Probleme, die wir früher nicht hatten, etwa Frühjahrsfröste. Das ist ein Problem, an dem wir verstärkt arbeiten müssen.”

Positiv sei das Bewusstsein der Verbraucher für die gesundheitlichen Eigenschaften von Kiwis, das während der Pandemie zugenommen habe. Dies solle genutzt werden, um den Konsum durch gezielte Gesundheitsbotschaften in Werbekampagnen zu steigern. Das gestalte sich je nach Markt schwieriger – etwa in Europa -, in den USA sehe man aber noch viel Potenzial. Mit Blick auf die Produktion sehe man in der Südlichen Hemisphäre insbesondere bei den grünen Sorten einen Rückgang, während die gelben und roten Sorten, insbesondere in Chile und Neuseeland, wachsen.

gelbe und grüne Kiwis

gelbe und grüne Kiwis

Image: dasuwan/AdobeStock

 

 

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