Der Salatherzenmarkt war zuletzt von den Bauernprotesten in Spanien betroffen. Lieferverzögerungen waren an der Tagesordnung, obwohl ausreichend Ware für den Import nach Deutschland zur Verfügung stand. Die seit Wochen aufgestauten Mengen an Salatherzen kommen nun nach und nach auf den Markt.

Von den Bauernprotesten in Spanien ist in der laufenden Kalenderwoche (KW) 9 nichts mehr zu spüren. Die Lieferrückstände werden nun aufgeholt und das Angebot an spanischen Salatherzen auf dem deutschen Markt nimmt zu. Die Mengen können planmäßig abgesetzt werden. Bei einer leicht zurückgegangenen Nachfrage kann die Ware problemlos abfließen. Ähnlich wie bei Eissalat ist ein leichter Preisanstieg gegenüber den Vorwochen zu verzeichnen. So kostet Mini Romana in der 2er/3er-Packungen zur Mitte der aktuellen 9. Woche an den deutschen Großmärkten im Schnitt 1,04 Euro/St. und damit knapp 7 % mehr als noch in der Vorwoche. Auf Verbraucherebene ist davon bisher noch nichts zu spüren. Im Gegenteil, in der zurückliegenden 8. Woche sank der durchschnittliche Verbraucherpreis aufgrund der hohen Werbeintensität um knapp 3 % auf 4,21 Euro/kg.

Salatherzen

Salatherzen

Image: Jiri Hera/AdobeStock

Auch in der aktuellen 9. Woche wird der Abverkauf durch zahlreiche Sonderangebote im deutschen Lebensmitteleinzelhandel forciert. Salatherzen werden in dieser Woche 14-mal angeboten. Dabei wird ausschließlich spanische Ware beworben. Die Aktionspreise liegen für konventionell angebaute Ware zwischen 0,75 und 1,49 Euro für die 2er/3er-Packung. Im Vergleich zum Vorjahr wird deutlich häufiger geworben. Denn im vergangenen Jahr hatte die anhaltend kühle Witterung in den spanischen Anbaugebieten das Wachstum der Kulturen und damit auch die Ernte verzögert. Dadurch war das Angebot sehr knapp und es wurde kaum mit Salatherzen geworben. In der laufenden Woche wird jedoch nicht nur die Werbeaktivität der Vorjahreswoche deutlich übertroffen. Im Vergleich zum Fünfjahresmittel liegt die Anzahl der Werbeaktionen in der aktuellen 9. Woche um fast 89 % höher. AMI