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Turbulente Wochen liegen hinter den Vermarktern von Möhren. Es galt eine starke Nachfrage zu bedienen, gleichzeitig waren die Zufuhren an Importware nicht immer zuverlässig. Umso mehr ist der Saisonbeginn mit deutschen Möhren herbeigesehnt worden, nun sind die ersten Mengen im Einzelhandel verfügbar.

Die Nachfrage nach Möhren war in, aber auch nach der ersten Hamsterwoche Mitte März stark. In nahezu allen Wochen bis in den Juni hinein kauften deutlich mehr Verbraucher Möhren ein als in den beiden Jahren zuvor. Im April überstiegen die Einkaufsmengen der Haushalte an Möhren die des Vorjahres um knapp 30 %. Im März und April wurde der Bedarf mit deutschen und niederländischen Möhren aus Kühllägern gedeckt, ab Mai ergänzten zunehmend Frühmöhren aus Südeuropa das Sortiment. Doch die Importsaison mit Frühmöhren gestaltete sich etwas holprig. Mit steigendem Bedarf in Deutschland erschwerten Regenfälle in Südspanien die Ernte, so dass das wichtigste Lieferland für diesen Zeitraum nur begrenzt Mengen bereitstellen konnte. In Norditalien und Südwestfrankreich hatte die Erntesaison erst zögerlich begonnen. Erst zum Monatsende Mai entspannte sich die knappe Warenversorgung deutlich.
Die Preise für Gewichtsmöhren im Absatz an den Einzelhandel stiegen mit der starken Nachfrage und dem Umstieg auf Frühmöhren aus Südeuropa deutlich an, so dass Mitte Juni mit dem Übergang auf erste deutsche Möhren die Preise ein hohes Niveau erreicht haben. Die Preise für die ersten Mengen an Möhren aus dem Südwesten Deutschlands fügen sich weitgehend in das von der Importware vorgegebene Preisniveau. Im Verlauf des Junis werden weitere Anbauregionen in die Ernte einsteigen. AMI