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Der Boom im zweiten Quartal 2020, während des pandemischen Höhepunkts der ersten Welle von Covid-19, ließ ein sehr gutes Ergebnis für 2020 erwarten. Doch jetzt zeigt sich, dass Realität letztendlich anders aussieht.

Wie FruiTrop auf Grund von Zolldaten berichtet, hat sich der Verbrauch mit durchschnittlichen Mengen von rund 6 kg/Kopf für die nicht produzierenden Länder im Westen der EU27+UK auf dem Niveau von 2018 und 2019 eingependelt. Der Orangenrausch im 2. Quartal verpuffte, was insbesondere auf die sehr hohen Preise im 3. Quartal und die sehr starke Konkurrenz durch kleine Citrusfrüchte im 4. Quartal zurückzuführen ist. Skandinavien und Frankreich, die gemessen an der Pro-Kopf-Menge zu den größten Verbrauchern gehören, verzeichneten mit 6,6 kg bzw. 6,4 kg das schlechteste Ergebnis seit 2015. Wie es weiter heißt, bleibt der britische Markt stabil und ist nach wie vor einer der Märkte mit dem geringsten Interesse an diesem Produkt (3,4 kg/Kopf). In Deutschland hingegen soll sich der Trend komplett umgekehrt haben, denn hier ist laut FruiTrop ein starker Anstieg von 5,3 kg/Kopf im Jahr 2019 auf 5,8 kg im Jahr 2020 zu verzeichnen. Auch die anderen großen Weltmärkte sind danach praktisch stabil geblieben oder haben einen leichten Aufschwung erlebt (fast 3,9 kg/Kopf in den Vereinigten Staaten, d.h. 40 g mehr als 2019; perfekte Stabilität in Kanada mit 5,1 kg; leichter Rückgang in Russland mit 3,1 kg).