Foto: Phodo Design/AdobeStock

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Eine Studie der National University of Singapore zeigt, dass sich der Alterungsprozess des Gehirns verzögern und der Beginn einer Demenz durch den Konsum von Pilzen ein bisschen nach hinten schieben lässt, berichtet das Grüne Medienhaus.

Sechs Jahre dauerte die Studie, an der 663 Teilnehmer im Alter Ü60 beteiligt waren. Zweimal wöchentlich nahmen sie eine Standardportion von rund 150 g gekochten gebräuchlichen Speisepilzen wie Austernpilze, weiße und braune Champignons oder Shiitakepilze zu sich. In umfassenden neuro-psychologischen Tests und Interviews wurden die kognitiven Fähigkeiten vor und nach Ende der Studie untersucht. Der Verzehr der Pilze führte zu einer um 50 % geringeren Gefahr von Mild Cognitive Impairment (milde Behinderung der Wahrnehmung). Sogar der Verzehr einer nur kleinen Portion Pilze pro Woche habe das Risiko eines schlechter werdenden Gedächtnisses bereits verringert, heißt es weiter. „Das ist überraschend und ermutigend“, stellte Studienleiter Professor Lei Feng fest. „Es sieht so aus, als wenn ein allgemein erhältlicher Bestandteil unserer Nahrungsmittel einen dramatischen Einfluss auf die Abnahme unserer kognitiven Fähigkeiten nehmen kann.“
Die Forscher glauben, dass Ergothionein, eine spezifische Aminosäure der Pilze, die stark antioxidativ und antientzündlich wirkt, für die Wirkung auf das Gehirn verantwortlich ist. Der menschliche Körper kann diesen nicht selbst. Je nach Pilzart liege der Ergothionein-Gehalt zwischen 0,4 mg/g und 2 mg/g Trockengewicht. Dabei besitzen braune Champignons mehr als weiße; Shiitake, Kräuterseitlinge und Austernpilze übertreffen den Champignon.

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