Von den 118 eingereichten Projektvorschlägen der Interessenvertretungen konnten 49 in bestehende Projekte integriert werden, während für weitere 35 Vorschläge neue Projekte im Tätigkeitsprogramm 2024 initiiert wurden, so das Versuchszentrum Laimburg.

AppleBIOME

AppleBIOME

Image: Laimburg Research Centre/Thomas Letschka

Die Erforschung neuer Apfelsorten ermöglicht die Entwicklung vielfältiger und widerstandsfähiger Agrarökosysteme in Südtirol, die einen geringeren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Bewässerung erfordern. Das Projekt „AppleBIOME“ hat zum Ziel, das Zusammenspiel der Genetik des Apfels und der auf der Pflanze vorhandenen Mikroorganismen bei einer Sammlung von 600 Apfelsorten zu untersuchen, um widerstandsfähigere und nachhaltigere Sorten zu entwickeln. Eine umfassende Analyse des Apfel-Mikrobioms kann wertvolle Informationen über mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit und Anpassungsfähigkeit der Pflanze selbst liefern. Im Labor werden DNA-Sequenzierungsverfahren und bioinformatische Analysen eingesetzt, um die Zusammensetzung des Mikrobioms auf den Blättern zu charakterisieren. Auf dem Feld führen die Forschenden Versuche durch, um die Auswirkungen des Mikrobioms auf agronomische Eigenschaften wie Krankheitsresistenz sowie auf die Haltbarkeit und die geschmacklichen Eigenschaften der Früchte zu bewerten.

Das Projekt AppleBIOME wird durch das europäische Programm „MASAF - Joint FACCE-JPI SusCrop” finanziert, das vom italienischen Ministerium für Landwirtschaft, Ernährungssouveränität und Forstwirtschaft kofinanziert wird.

„2025 feiern wir 50 Jahre angewandte wissenschaftliche Forschung am Versuchszentrum Laimburg. Unser Auftrag ist es, die Südtiroler Agrar- und Lebensmittelbranche zu unterstützen, beginnend beim Anbau auf dem Feld über die gesamte Wertschöpfungskette bis hin zum fertigen Produkt. Unsere Arbeit findet nicht nur auf internationaler Ebene in Zusammenarbeit mit wichtigen Forschungspartnern statt, sondern auch auf lokaler Ebene im Austausch mit Beratungsorganisationen, Produktions- und Verarbeitungsbetrieben”, betont der Direktor des Versuchszentrums Laimburg, Michael Oberhuber.