Foto: meggyfanfreshfruit

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In nur zwei Jahren, von 2014 bis 2016, hat es die Bio-Branche in Bulgarien geschafft, die Anbaufläche auf 161.000 ha auszuweiten und sich damit zu verdreifachen. Wie die Sofia News Agency novinite.com mit Bezug auf das niederländische Ministerium für Landwirtschaftlichen Informationsdienst berichtet, hat sich im Zuge dessen die Zahl der Bio-Erzeuger mit 7.000 fast verdoppelt.

Auf Obst und Nüsse entfällt der Löwenanteil der biologischen Anbaufläche, hauptsächlich werden Walnüsse, Mandeln, Haselnüsse, Pflaumen, Kirschen, Himbeeren und Brombeeren produziert. Dass der Bio-Anbau so populär geworden ist, liege zum einen an den Subventionen und Investitionen. Denn noch sei der Anteil am Bio-Gesamtmarkt mit 2 % bis 3 % Marktanteil verschwindend gering. Zum anderen ist die Nachfrage nach Bio-Obst und -Gemüse in der Europäischen Union weiterhin ungebremst hoch. Biologische Nischenprodukte bieten zudem die Möglichkeit, sich in Exportmärkten zu etablieren. Einen Wermutstropfen gebe es dann aber doch, so der niederländische Informationsdienst abschließend. Weil ein gewisser Mangel an Wissen und Verständnis sowohl für die Technologie als auch für die wirtschaftlichen Merkmale der ökologischen Erzeugung bestehe, werfen viele Produzenten schon frühzeitig das Handtuch. Jeder fünfte Erzeuger verlasse jedes Jahr den Markt.