„Insgesamt stellen wir fest, dass die Spargelsaison unter Corona-Bedingungen besser verlaufen ist als erwartet. Zwar konnten geschätzt 25 % bis 30 % der Ernte durch die fehlenden Erntehelfer nicht eingeholt werden, und die Infektionsschutzmaßnahmen haben laut unserer Umfrage zu durchschnittlich 880 Euro pro Saisonarbeitskraft höheren Kosten geführt. Doch wurde der Absatzverlust durch die Schließung der Gastronomie von einer sehr guten Nachfrage in der Direktvermarktung teilweise aufgefangen“, erklärt Simon Schumacher, Vorstandssprecher des VSSE.
Nach einem verhaltenen Saisonstart zeichnete sich in dieser Saison eine überdurchschnittlich große Nachfrage nach Spargel insbesondere bei den Direktvermarktern ab. Laut AMI war gerade im Mai der Anteil an Haushalten, die Spargel gekauft haben, höher als im vergangenen Jahr. Michael Koch, stellv. Bereichsleiter und Spargelmarkt-Experte der AMI, bilanziert: „Während die Preise in der Direktvermarktung recht stabil waren, war die besondere Corona-Situation im LEH kaum spürbar: Der Preisdruck auf die Spargelanbauer war ähnlich wie im Vorjahr.“